Gott ist gegenwärtig.

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Heiligkeit hat auf ewig Bestand. Pater Raniero Cantalamessa auf der MEHR 2017 © Peter Esser

Drei Tage bei der »MEHR 2017« in Augsburg. Ein paar Streiflichter auf das Erlebte.

Dank zunächst Demjenigen, Dem der Dank gebührt: Jesus! Er war spürbar gegenwärtig, wie P. Raniero Cantalamessa mit den Worten Gerhard Tersteegens in Erinnerung rief: Gott ist gegenwärtig, lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor Ihn treten.« Wer ihn nicht im Sturm der Bühnenelektronik und Beschallung suchen wollte, der konnte ihn in der Abgeschiedenheit der Eucharistischen Anbetung suchen. Der Applaus, der Ihm zu Ehre immer wieder aufbrandete, war wohlverdient.

Zwischendurch Lobpreis, Lobpreis, Lobpreis. (Hiermit schließe ich mich ausdrücklich der Programmvorschau des Bloggerkollegen Tobias Klein an.)

Die freudestrahlende Frau, die, einem Impuls gehorchend, gleich eine ganze Comic-Reihe zum Thema »Geistlicher Kampf« konzipiert hat (25 Bände zu 48 Seiten) und die ersten fertigen Seiten mit einem Stand auf der Gebetshaus-Plaza vorstellte. Ihre Begeisterung war ansteckend, und ich wünsche ihr den Segen Gottes zum guten Gelingen.

Zwischendurch sangen wir dem Herrn ein Neues Lied.

Der Security-Mann bei der Rucksackkontrolle fragte mich mißtrauisch, was der Inhalt in einem bestimmten Plastikfläschchen sei. »Weihwasser« erwiderte ich wahrheitsgemäß. Er schien an diesem Morgen schon viel erlebt zu haben: Jedenfalls ließ er diese Erklärung anstandslos gelten.

In der Kälte vor dem Messeeingang spielt eine Band Lobpreis.

Zehntausend Menschen, die sich in den Messehallen tummelten, ohne sich auf die Nerven zu gehen. Bemerkenswert viele frohe, hoffnungsvolle Gesichter. Johannes Hartl spricht von der Faszination der Schöpfung und Gottes, beschreibt den Weg vom »Waisenkind« zum »Sohn Gottes«, wirbt für unverzweckte Anbetung.

Anschließend Lobpreis. Selbst Sauerländer gehen aus sich heraus.

Das Softeis mit einer lieben Bloggerkollegin, der Cappuccino mit einer alten Bekannten bei Antonino (ein MUST! auf der MEHR!). Immer wieder taucht ein braunes Cordskapulier der Gemeinschaft der Seligpreisungen auf und erinnert mich an alte Zeiten. Und dann noch der Besuch bei der Knotenlöserin und einem faszinierenden romanischen Christus Pantokrator in der Altstadt.

Gespräch über Lobpreis. Ein Bruder aus der Freikirche erzählt von einer Gemeinde, in der der Lobpreis einfach stimme. Mich sticht der Hafer und ich erzähle, daß wir jeden Sonntag ganz tollen gregorianischen Lobpreis haben. (Daraus ergibt sich ein kurzes, aber gutes Gespräch.)

In einem Ristorante beim Messegelände vollbrachten die Serviererinnen wahre Wunder unter den pausenlos heranströmenden Gästen der MEHR… ohne auch nur für einen Moment den Humor und die Freundlichkeit zu verlieren. Ich war ernsthaft tief beeindruckt und gab meinem Dank dafür beim Gehen Ausdruck. Die Frau sagte, sie arbeite ja gerne in ihrem Beruf, aber diese Gäste machten ihr die Freundlichkeit leicht. Den ganzen Tag schon bewirtete sie Menschen, die eine gute Ausstrahlung verbreiteten.

Erwähnte ich bereits die Lobpreis-Sessions?

Ich habe ja immer noch den Verdacht, daß Walter Heidenreich (Lüdenscheidt) eine Zigarettenschachtel aus meiner Jackentasche einfach weggebetet hat. Jedenfalls tauchte sie nicht mehr auf. Er und der weitere freikirchliche Sprecher Ben Fitzgerald »Awakening Europe« wußten von Heilungen und Gebetserhörungen in tatsächlich noch größerem Maße als das Verschwinden einer Kippenpackung zu berichten. Die Hartherzigkeit stößt sich natürlich an der fehlenden Ekklesiologie. Die Liebe fragt: Wow, bist du da am Werk, Jesus?

 


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