Drei Dinge zu Notre Dame

Notre Dame. Drei Dinge sind mir wichtig. Zum einen (gilt für Christen) – ja, da ist ein Recht und eine Priorität Gottes. Es schaudert mich, wenn ich dran denke, wer zuerst die Priorität des Sozialen über den Gottessohn gestellt hat. (Und sich selber nicht daran hielt!)

Zum zweiten: Auch für den Nichtglaubenden könnte es eine Übereinstimmung darin geben, was zum Kulturgut eines Landes gehört. Vor siebzig Jahren, als es noch keine Tankstellen voller überflüssigen Genusskrempel gab, war man sich darin einig, die Dome und Kathedralen wieder aufzubauen, die in Schutt und Asche lagen. Ich staune über die Bereitschaft, jede Form von Zivilisiertheit hinter sich zu lassen, die gewisse lautstarke Meinungsspender in der Debatte zeigen.

Zum dritten: Bei jedem spendenbasierten Werk gibt es die erste Phase großer Anteilnahme und Spendenbereitschaft. Für die Fundraiser wird es DANACH schwierig. Wenn das Ding läuft, die Kosten immer noch anfallen, aber die öffentliche Anteilnahme sich anderen Themen zuwendet. Wer die Schwierigkeiten bereits laufender Spendenprojekte mit der spontanen Hilfsbereitschaft für die Kathedrale von Paris vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Viertens – vier Dinge sind mir wichtig: Die sollen einfach alle mal die Fresse halten.


Kommentare

Drei Dinge zu Notre Dame — 2 Kommentare

  1. „Die sollen einfach alle mal die Fresse halten.“
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    Mit großem Verständnis für das Bildungs-Defizit und die dadurch bedingte soziale Randlage des Subproletariats, schlage ich vor, deren milieugebundene Sprache möglichst dort zu lassen, wo diese hingehört.

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